Sonntag, 23. November 2014

Kreative Produkte vermarkten über Facebook oder doch besser Google+?
























In Zeiten zunehmender Digitalisierung und der wachsenden Bedeutung digitaler Medien hat sich auch ein Wandel in den Marketingstrategien und –möglichkeiten vollzogen. Besonders soziale Netzwerke spielen hierbei eine gewichtige Rolle. Große Konzerne, aber auch immer stärker mittelständische sowie kleine Unternehmen nutzen die bekannten Online-Netzwerke für Werbemaßnahmen. Das sogenannte Internet-Marketing zielt unter anderem darauf ab, potenzielle Kunden auf die Firmenwebseiten zu locken, Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen und den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern. Zu den einflussreichsten sozialen Netzwerken gehören Facebook und Google+.



Facebook
Facebook ging bereits im Jahr 2004 online und wird vom gleichnamigen Unternehmen, der Facebook Inc. betrieben. Heute blickt das Netzwerk auf einen Userstamm von mehr als einer Milliarde Mitgliedern weltweit. In Deutschland ist Facebook die am zweithäufigsten besuchte Internetseite nach der Google-Suchmaschine. Das soziale Netzwerk gibt Menschen die Möglichkeit, ein eigenes Profil anzulegen und mit Freunden und Bekannten über die Seite zu kommunizieren. Doch auch Unternehmen und Marken können hier eine eigene Seite erstellen und sich präsentieren. Der Unterschied zu den Seiten privater Personen liegt darin, dass ein Unternehmen spezielle zusätzliche Features auf seiner Page einbauen und sogenannte Fans sammeln kann. Durch gezielte Werbung wird die Seite verbreitet, um weitere „Gefällt mir Angaben“ zu erhalten.


Google+
Das soziale Netzwerk Google+ wurde erst 2011 veröffentlicht. Umfragen und Statistiken zeigen, dass sich diese Plattform noch längst nicht so fest etabliert hat wie der Spitzenreiter Facebook. Das mag allerdings auch daran liegen, dass Facebook einen Vorsprung von sieben Jahren hat. Laut Firmenangaben hat Google+ ein konstant zunehmendes Wachstum an Mitgliedern zu verzeichnen. Aktuell nutzen etwa 100 Millionen Menschen aktiv das Netzwerk. Auch hier haben Unternehmen die Möglichkeit, eine eigene Seite anzulegen. Um den Bekanntheitsgrad der Unternehmensseite zu steigern, bietet Google, ähnlich wie bei Twitter und seit Kurzem auch auf Facebook, die Nutzung sogenannter Hashtags an. Darunter versteht man Schlagworte, die passend zum Themenbeitrag gewählt werden können. Dadurch können auch Nutzer über diesen Beitrag informiert werden, die der Firmenseite bisher nicht folgen. Ein Unterschied zu Facebook besteht darin, dass man bei Google+ auch Privatpersonen folgen kann. Die gezielte Suche nach Anhänger wird dadurch erheblich vereinfacht.

Unterschiedliche Wirkungskreise und Möglichkeiten
Im Vergleich beider Netzwerke finden sich allerdings noch weitere bedeutende Unterschiede. In Bezug auf die Reichweite und Nutzerstärke hat Facebook deutlich die Nase vorn. Allein die aktive Mitgliederzahl macht klar, dass der Einfluss von Facebook viel größer ist.

Betrachtet man nun aber genauer das Mitglieder verhalten, lässt sich feststellen, dass Google+ nicht nur als typisches soziales Netzwerk gesehen werden kann. Der Schwerpunkt bei Facebook liegt in der Verknüpfung von Freunden sowie in Mitteilungen über das Leben und soziale Beziehungen. Google+ hingegen ist eher als Profilseite der komplexen Google-Welt zu sehen. Die Verknüpfung der verschiedenen Google-Angebote, z. B. Googlemail, Google Local und Youtube mit der Google+ Seite erlaubt den Nutzern, gleich mehrere Features auf einmal zu verwenden.

Dadurch bieten sich auch kleinen Unternehmen viele Chancen, ihre Präsenz im Internet zu stärken. Bindet man mehrere Features bei der Google+ Nutzung ein, erhöht sich die Beitrags-Reichweite immens. Darüber hinaus gelingt einem Unternehmen, das aktiv auf Google+ vertreten ist, im Regelfall ein Aufstieg in der Suchmaschine. Im Gegensatz zu Facebook erscheinen Beiträge, die auf der Google+ Seite gepostet werden auch in der Suchergebnisliste auf Google. Dadurch wird das allgemeine Ranking deutlich verbessert. Des Weiteren erhalten Mitglieder, die Firmenseiten folgen, auch häufig Werbeanzeigen dieser Unternehmen, sobald sie nach relevanten Schlagworten suchen.
Ein bedeutender Unterschied lässt sich auch im Hinblick auf die Nutzertypen erkennen. Statistiken zeigen, dass Google+ Mitglieder die Seite weniger für private Kommunikation nutzen und mehr für berufliche und interessensgebundene Interaktion. Die User von Facebook legen ihren Schwerpunkt dagegen klar auf den persönlichen Gebrauch, z. B. durch das Posten eigener Beiträge und Fotos. Das führt allerdings auch dazu, dass Beiträge von Unternehmensseiten auf Facebook eine deutlich aktivere Resonanz erhalten, beispielsweise in Form von Kommentaren.

Ein Fazit
Die Bedeutung und der Einfluss sozialer Netzwerke lassen sich nicht leugnen. Die Möglichkeiten, die sich dadurch für das Internet-Marketing eröffnen, sind für Unternehmen aller Größen ein klarer Gewinn. Werbe- und Imagemaßnahmen lassen sich zügig an die gewünschte Zielgruppe bringen und erreichen im Allgemeinen ein deutlich größeres Publikum als Offline-Strategien.

Auch für kleine Unternehmen bietet es sich an, sowohl Facebook als auch Google+ zur Firmenpräsentation zu nutzen. Beide Netzwerke können dabei unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Facebook eignet sich hervorragend zum direkten Austausch und zur Kommunikation mit potenziellen Kunden und Stammkunden. Durch gezielte Maßnahmen können aufgrund der hohen Mitgliederzahl und der Darstellungsoptionen schnell zahlreiche Anhänger gefunden werden. Werbeaktionen lassen sich so fast mühelos verbreiten.

Doch auch die Nutzung von Google+ ist gerade für Kleinunternehmer empfehlenswert. Mit gut verlinkten Beiträgen oder der Verknüpfung des Youtube-Accounts kann man sich eine hohe Reichweite schaffen. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzertypen wird durch Google+ auch ein anderes Publikum erreicht als durch Facebook.

Darüber hinaus ist die Verbesserung in der Suchmaschinenanzeige nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst gilt das strategische SEO-Marketing als eines der wichtigsten Instrumente des Internet-Marketings. Um sich optimal in der digitalen Welt zu präsentieren und das Beste aus den Möglichkeiten schöpfen zu können, sollten Unternehmer versuchen, sich in beiden Netzwerken zu etablieren.



Mich würde interessieren welche Erfahrungen Ihr gemacht habt? Seid Ihr auf beiden sozialen Plattformen vertreten und könnt Ihr meine Erfahrungen und mein Fazit teilen?

Hinterlasst mir einen Kommentar mit Eurer Meinung!

Eure
Stefanie Ernst-Fleury
Keramik-Fleury




1 Kommentar:

  1. Hallo Stefanie,

    vielen herzlichen Dank für diese ausführliche Darstellung der beiden größten Plattformen. Auch wir sind am Überlegen, ob und inwiefern es für uns Sinn macht auf den Plattformen vertreten zu sein. Ich denke, da bist du in deiner Branche doch etwas besser dran als ich :).

    Wobei ich persönlich immer noch Facebook als die bessere Plattform halte, insbesondere dann wenn man bezahlte Werbung schalten möchte. Es ist schon gewaltig, was man bei Facebook alles auswählen kann, um meine Zielgruppe zu erreichen. So ein zielgerichtet Marketing bietet kein anderes Unternehmen.

    AntwortenLöschen

Vielen Dank für Deinen Kommentar!

Um Spam keine Chance zu geben, wird Dein Kommentar zuerst von mir geprüft und freigegeben. Die Prüfung dauert max. 1-2 Tage.

Viele Grüße
Steffi von Keramik-Fleury

Beliebte Posts

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...