Mittwoch, 26. Juni 2013

1-2-3 zum richtigen Foto Teil2


Selbständig kreative Produkte vermarkten - unser Ziel? Ich lebe momentan meinen Traum, wenn ich auch zugeben muss, dass ich mir manches viel einfacher vorgestellt habe. An was man alles denken muss und wie wichtig manchmal die Kleinigkeiten sind. So auch das Fotografieren meiner Keramik.

Ja wenn ich nur ausgebildeter Fotograf, Internetmarketer, Kommunikationsspezialist, Webdesigner, Programmierer wäre…. Die Herausforderungen sind so vielseitig! Aber macht nicht genau das Spaß und macht die Selbständigkeit so spannend?

In diesem Beitrag will ich mit Euch meine Erfahrungen mit der Kamera teilen. In meinem Beitrag geht es um praktische Anregungen, als um den professionellen Fotokurs. In meinem letzten Beitrag habe ich Euch schon einige Voraussetzungen und Hilfsmittel genannt, die ich für die Erstellung meiner Produktfotos einsetze.

Heute geht es um das Format, mit dem ich die digitalen Bilder erstelle. Wer von Euch im Internet mit Bildern zu tun hat weiß, dass es verschiedene Formate gibt, in denen man ein Bild einstellen kann. Die gebräuchlichsten Formate für die Verwendung im Internet sind jpg, png und gif, alle optimiert für die Bildschirmdarstellung und für geringe Ladezeiten einer Webseite.

Bilder die am Bildschirm gut aussehen „grießeln“ meist auf einem Drucker und können erst gar nicht professionell gedruckt werden. Daraus resultiert die Frage, für welche Medien und welchen  Verwendungszwecke das digitale Bildmaterial verwendet werden soll.

Das Bildformat lässt sich über die Einstellung der Kamera wählen. Ich verwende für die Erstellung meiner Bilder immer das RAW Format. Das RAW Format hat den ganz großen Vorteil, dass ich alle Einstellungen, die ich an der Kamera selbst vornehmen kann, mit einer Software nachträglich verändern kann. Das macht es für mich persönlich einfacher das Bild nachzubearbeiten und für den endgültigen Zweck anzupassen.

Wenn ein analoges Bild früher aufwendig unter Einsatz chemischer Mittel verändert – manchmal sogar gerettet – werden konnte (sollte ich lieber sagen – musste), so lässt sich dank eines Chips in der modernen Kamera alles über die meist kostenlos mitgelieferte Software einstellen. Spätestens hier werden wahre Künstler an der Kamera sich abwenden und die digitale Welt verfluchen. Ja, die wahre Kunst der Fotografie besteht darin, mit wenig Technik in Vollendung ein Bild einzufangen. Nur diesen Anspruch hege ich nicht.
Ein Bild im RAW-Format kann mit einem Softwarepaket (meist im Lieferumfang der Kamera dabei) verändert werden. Dabei geht es erst einmal um die Einstellungen, die derjenige vornimmt, der den Auslöser gedrückt hat. Wer sich schon einmal mit den Möglichkeiten seiner Kamera beschäftigt hat, wird wissen wie viele Möglichkeiten so eine Digitalkamera oder eine digitale Spiegelreflexkamera zu bieten hat. Verschlusszeit, Lichtempfindlichkeit, Blende usw. sind nur einige Möglichkeiten die manchen dazu zwingen seine Kamera auf Automatik zu stellen oder eines der Kreativprogramme zu stellen.

Wer sich nun nicht intensiv mit den Kombinationen  der Einstellmöglichkeiten befassen möchte, die zudem immer andere Ergebnisse liefern, wenn sich das Licht und die Umgebung ändern, der sollte sich der Einfachheit einem dieser Automatikprogramme widmen. Denn ein Foto, das aufgrund der Optionen einer Kamera misslingt, lässt sich ebenso wenig „retten“ wie früher in der analogen Zeit. Vielleicht sollte ich auch sagen, dass es sich nicht lohnt die Zeit zu investieren, da es viel einfacher ist eine größere Anzahl von Bildern mit unterschiedlichen Einstellungen zu erstellen, als einen misslungenen Versuch zu retten. Dank großer Speicherkarten sollte die Größe der Bilder kein Problem mehr darstellen.

Aus dem RAW Format können alle anderen Formate erstellt und exportiert werden. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, um das Foto einem Verwendungszweck anzupassen. Ein Foto im RAW Format ist extrem groß, da es alle Bildinformationen beinhaltet, die für eine nachträgliche Veränderung der Aufnahmeeinstellungen nötig sind. Für eine Webseite oder einen Shop sind die Bilder viel zu groß. Dafür liegt das Foto in seiner digitalen Art für eine spätere Verwendung im ursprünglichsten Fotoformat für alle Verwendungszwecke im Archiv.

Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie ich ein RAW Foto bearbeite.

Wer den ersten Beitrag noch nicht gelesen hat, kann das hier nachholen.

Bis nächste Woche Eure
Stefanie Ernst-Fleury

1 Kommentar:

  1. sehr humorvoll geschrieben, bin gespannt wie es weitergeht...
    LG Karin

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Viele Grüße
Steffi von Keramik-Fleury

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